Traumhotel Chemnitz: Date mit Nischel und Tischtelefon

by erinnye

 

Ich habe ein Date in Chemnitz. Das passt schon,  denn in Chemnitz kennt mich keiner. Ich kenne Chemnitz auch nicht gut. Ok, die IHK und den Fristbriefkasten vom Regierungspräsidium. Alles andere ist terra incognita. Wir treffen uns auf einem Parkplatz in der Nähe vom Nischel, der 7,10  m hohen Portraitbüste von Karl Marx.  Hallo sage ich. Das Date sagt auch Hallo. Ich äußere den Wunsch, den Nischel zu besichtigen. Wenn ich schon mal vor Ort bin. Wir kämpfen uns über die Brückenstraße und schauen den Nischel an. Der Nischel blickt an uns vorbei und übersieht uns vollkommen.  Das Date schlägt vor, in die Innenstadt zu gehen. Er kennt sich aus. Der Nischel ist die zweitgrößte Portraitbüste der Welt. Die größte steht in Ulan-Ude. Ist aber ein Lenin. Ich bemerke:“ Eine denkwürdige Portraitbüste. So ganz ohne Hals und Schultern. Sieht aus wie ein amputierter Kopf. Im Anatomie-Kurs für Zahnmediziner arbeitet man an solchen Köpfen. Obwohl, da ist meistens doch noch ein Stück Hals dran.“

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